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Wie finde ich die richtige Agentur

Clizia ist Marketing Expertin @ Biz Factory
Kategorie: Tipps
Clizia
14.7.2020
3 Minuten Lesezeit

Chemistry Meeting unsplash

Die passende Agentur zu finden ist nicht einfach, vor allem wenn man plant, langfristig und eng an einem Projekt zusammenzuarbeiten. Wir alle kennen die fest-etablierten Methoden, die uns dabei helfen sollen, DEN Anbieter zu finden, und trotzdem passiert es immer wieder das man doch zwei oder dreimal Anbieter wechseln muss bis der Schuh richtig sitzt. Doch wo liegt das Problem? Referenzen, Konzept-Vorschläge und Pitch-Meetings sollten doch mehr als genug sein, um den richtigen Kandidaten zu sichern, richtig? Falsch.

Denn den Aspekt den wir, Leistungsgetrieben wie wir sind, immer wieder vergessen sind die Expertisen im Soft-Skills Bereich. Immerhin geht es bei Projekten in Zusammenhang mit Agenturen im Großen und Ganzen nur um das eine: zwischenmenschliche Kommunikation. 

Wieso also investieren nicht weniger Zeit in Verschicken von NDA’S und Aufgabenstellungen und mehr in den kennenlern-Prozess? Wer sich an dieser Stelle fragt „Alles schön und gut aber wie?“ Der wird sich über dieses neue Buzzword freuen: Chemistry Meeting, nennt sich das Geheimnis.

Wenn die Chemie im Meeting stimmt - wie und wieso Chemistry Meetings so gut funktionieren.

Wenn es um große und vor allem langfristige Projekte geht, ist es für beide Parteien, Auftraggeber und Agentur, wichtig dass, das Zusammenspiel zwischen beiden Parteien zu 100 % stimmt. Hier kommt Chemistry-Meeting ins Spiel: denn anderes zum klassischen Pitch-Meeting, stehen eben nicht nur Referenzen und das Konzept, sondern die Agentur als ganzes im Vordergrund.

Im Durchschnitt sieht der Fragenkatalog in solch einem Meeting ungefähr wie folgt aus:

  • Wie wirkt die Agentur? 
  • Wie nutzen sie Ihre Zeit? 
  • Wie sieht das Team aus?
  • Kommt das Team untereinander gut zurecht?
  • Passen die Agentur und mein Betrieb menschlich zueinander?
  • Wie gehen sie an Aufgaben heran?
  • Wie ist die Unternehmenskultur dort und passt sie zu meiner?  
  • Wie gut waren sie auf das Gespräch vorbereitet?
  • Wirkte alles ehrlich und echt? 

Was außerdem für ein Chemistry-Meeting spricht: Zeit. 

Denn auch wenn das im ersten Moment nicht so scheint, dauert ein Chemistry-Meeting in der Regel viel kürzer als der klassische Agentur-Pitch. Hier entscheidet nämlich nicht wie beeindruckt man von einer blendenden (teilweise im wahrsten Sinne des Wortes) Powerpoint ist, sondern das Bauchgefühl. 

 

Byebye Vorkasse

Zeit bei dem kennenlern-Meeting zu sparen, ist ein großer Vorteil für beide Parteien. Und da bekanntlich Zeit auch Geld ist, ist ein Chemistry-Meeting um einiges günstiger als Pitch Meetings, das vor allem für Agenturen.

Oft wird nämlich nicht nur der zeitliche, sondern auch der finanzielle Aufwand, der zur Erstellung einer Pitch-Präsentation notwendig ist, unterschätzt. 

Für Agenturen ist die Teilnahme an einem Pitch ein großes Investment.

Anders als in anderen Branchen ist die Erstellung eines Angebotes viel aufwändiger und beinhaltet meistens bereits einen Teil des Produktes bzw. den Bau eines Prototyps.

Agenturen geben nämlich pro Pitch im Durchschnitt zwischen fast 18.000 und mehr als 71.000 Euro, bei großen Pitches sogar bis zu 180.000 Euro aus.

Ohne Pitch Teilnahmen werden jedoch Aufträge weniger, somit dreht sich das Hamsterrad endlos.

Neue alternativen wie Chemistry-Meetings sind die Chance diese Branchen relevante Probleme zu lösen. 

Das Wort zum Schluss

Fazit ist: Wer vom Chemistry-Meeting immer noch nicht überzeugt ist, sollte seine Meinung überdenken. Dieses neue Verfahren hat nämlich einen sehr wichtigen Aspekt bei der Wahl einer Agentur ans Licht gebracht: Man besorgt sich nicht „nur“ eine Dienstleistung, sondern geht eine Zusammenarbeit, eine Partnerschaft ein.

Das Chemistry-Meeting kann man als Vorreiter einer neuen Branchen-Kultur sehen. Hier zieht nämlich jede Partei einen Vorteil: Ressourcen werden gespart, wichtige Zeit, die in das Projekt investiert werden kann, wird nicht vergeudet und man geht von vornherein mit offenen Karten aufeinander zu.

Denn seien wir ehrlich: Im Privatleben gibt es ohne Chemie auch kein zweites Date, wieso also sollte es hier anders sein.



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